Untersuchungen zu einer Bauaufgabe im 17. bis 19. Jahrhundert.
Drei Jahrhunderte lang vereinigt das Reithaus die verschiedensten Aufgaben in sich: Festsaal, Theater und Stätte höfischen Vergnügens einerseits, Ausbildungstätte für Pferd und Reiter und Wettkampfort andererseits.
Wohl nirgendwo sonst kommt die Wertschätzung des Pferdes besser zum Ausdruck als in dieser steingewordenen Idee, eine dem Adel des Pferdes angemessene Umgebung zu schaffen. Das Reithaus als "teatrum equestre", als Bühne des Roßballetts gehörte zu den wichtigsten Bauaufgaben jeder REsidenzanlage. Berühmte Architekten schufen diese Bauwerke voller Prachtentfaltung.
Aber auch Gestüte und Kasernenanlagen verfügten ebenso über Reithäuser wie Universitäten und Ritterakademien.
Eine neue Blüte erlebt die Reithausarchitektur dann im 19. Jahrhundert. Vor allem private und städtische Reitschulen und Hippodrome werden in aufwendigen Formen errichtet.
Dieses Buch will versuchen, in eine Reihe von Beispielen den architekturgeschichtlichen Aspekt des Reithauses zu verknüpfen mit der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Pferdes und der Reitkunst vom Ausgang der Renaissance bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Autor: Liliane Skalecki. 303 Seiten, s/w Fotos, Zeichnungen. Format: 14,5 x 21,0 cm, Flexcover, Olms-Verlag. |